#1: Einmal 4-Sterne-Vielseitigkeit reiten & was das mit dem Bademantel-Hack zu tun hat
Shownotes
Einmal 4-Sterne-Vielseitigkeit mit dem Herzenspferd reiten & was das mit dem Bademantel-Hack zu tun hat.
In der ersten Folge von Winning Talks nimmt dich Constanze mit in die Welt von Rebecca Herter – Vielseitigkeitsreiterin, Unternehmerin, Mutter, Partnerin und ein Pferdemädchen, das seinen Kindheitstraum nie losgelassen hat.
Rebecca erzählt, wie sie von einer Jugend zwischen Pferdeboxen, Matsch und Selbstversorgerstall über Umwege zur Unternehmerin wurde – und wie sie heute ein 40-köpfiges Unternehmen, einen eigenen Pferdebetrieb, ihr Team, ihre Familie und ihre Reitleidenschaft miteinander verbindet.
Ihr roter Faden: Management by Bauchgefühl, Vertrauen ins eigene Gespür und die Fähigkeit, nach Rückschlägen wieder aufzustehen.
Themen dieser Folge • Wie Rebecca ihr Unternehmen durch Bauchgefühl, Mut und Verantwortungsbewusstsein aufgebaut hat • Warum Leben und leben lassen ihr wichtigstes Leadership-Prinzip ist – für Mitarbeitende genauso wie für Pferde • Wie ihr Herzenspferd Dieter sie 15 Jahre begleitet hat und wie aus einem Freizeitpferd ein Vier-Sterne-Partner wurde • Was ihr persönlicher „Rosamunde-Pilcher-Moment“ war – der Turning Point, der alles verändert hat • Was sie aus einer falschen Entscheidung gelernt hat – und wie sie heute mit Druck, Verantwortung und Selbstzweifeln umgeht • Wie Teamgeist im Stall und Teamgeist im Unternehmen sich gegenseitig stärken • Warum sie Pferde braucht, die mitdenken, mitentscheiden und mit ihr brennen • Was Erfolg für sie bedeutet – im Sattel, im Business und im Leben • Ihr Traum für die Zukunft: ein selbst gezogenes Pferd bis zum Championat begleiten
Am Ende gibt Rebecca ihre wichtigsten Mental-Tipps mit auf den Weg – und Constanze beantwortet eine Frage, die sonst keiner stellt: Warum wagte sie wirklich den Schritt in die Selbstständigkeit?
Eine Folge voller Herz, Ehrlichkeit und Inspiration – und ein Startschuss für einen Podcast, der echte Geschichten erzählt und tiefe Einblicke in mentale Stärke im Sport, im Business und im Leben gibt.
Transkript anzeigen
00:00:05: Willkommen zu Winning
00:00:05: Talks, dem Podcast für mentale Stärke
00:00:08: im Reitsport
00:00:09: in Business und im Leben.
00:00:12: Ich bin Constanze Wiesner, Mentalcoach, Businesscoach und Springreiterin.
00:00:18: Hier erwarten dich inspirierende Gäste, spannende Geschichten aus dem echten
00:00:23: Leben und
00:00:24: Mentaltools, die dich richtig weiterbringen.
00:00:26: Schön, dass du hier bist und viel
00:00:28: Freude beim
00:00:29: Hören.
00:00:29: Heute ist ein besonderer Tag.
00:00:36: Folge eins wird aufgenommen und ich habe einen ganz besonderen Gast oder vielmehr bin ich bei Rebecca Herter zu Gast.
00:00:42: Rebecca und ich, wir kennen uns schon viele Jahre aus der Vielseitigkeitszene und Rebecca ist einfach eine total beeindruckende Persönlichkeit.
00:00:50: Vielseitigkeitsreiterin, sie hat aber auch eine eigene Firma, hat sich den Traum vom eigenen Hof ermöglicht, ist gleichzeitig Mutter, Partnerin.
00:00:59: Und ja, in den Räumlichkeiten von ihrem Unternehmen haben wir uns heute auch getroffen.
00:01:03: Und ich kann sagen, als ihr ehemalige Personalleiterin habe ich schon viel von Unternehmen gesehen.
00:01:08: Cooles Klima, wenn man hier reinkommt.
00:01:09: Gleich freundlich begrüßt worden, also das war echt schön, Rebecca.
00:01:13: Und in unserem Gespräch geht es heute rum, wie du das alles unter einen Hut bringst.
00:01:17: Dein Dieterchen mit vier Sternen und dann das ganze Thema Firma führen, Mutter sein, Lebensgefährtin sein und all die Dinge, wie man das unter einen Hut bringt.
00:01:27: wie man dabei mental stark bleibt, auch Krisen überwindet und vor allem auch, was Leadership-Qualitäten im Business und aber auch im Reitsport gemeinsam haben.
00:01:36: Liebe Rebecca, schön, dass ich heute bei dir sein darf.
00:01:39: Ja, herzlich willkommen, liebe Constanze.
00:01:41: Ganz vielen Dank, dass du mich eingeladen hast, Teil deiner ersten Podcast-Folge zu sein.
00:01:48: Ich freue mich riesig darüber und bin zu gleich mega aufgeregt.
00:01:51: Das ist auch mein erstes Mal.
00:01:53: Ja, ich bin gespannt.
00:01:55: und, ich freue mich sehr.
00:01:56: Und ich hätte mir tatsächlich auch keine bessere Gästin, wenn man das so in diesem Neu-Deutsch-Jargon sagen will, vorstellen können, weil ich einfach finde, dass deine Geschichte unheimlich inspirierend ist.
00:02:05: Und ich hatte ja grad schon ein paar Sätze zu dir und deinem Leben gesagt, was magst du noch ergänzen?
00:02:11: Was sollen die Hörerinnen und Hörer von dir noch erfahren?
00:02:14: Ja, fangen wir an.
00:02:15: Ich werde nächste Woche vierzig Jahre alt.
00:02:18: Oh, wow.
00:02:19: Ja, manchmal erschreck ich mich tatsächlich, weil irgendwie bin ich noch das Pferdemädchen von früher.
00:02:23: Ich bin aufgewachsen an der Mosel, hatte dort das Glück, die Pferde hinterm Haus halten zu dürfen.
00:02:29: Also bin dort auch schon als Pferdemädchen groß geworden.
00:02:32: Und habe da meine Grundschulzeit hinter mich gebracht und meine Realschulzeit.
00:02:36: Ich habe eine kurze Abstecher ans Gymnasium gemacht, aber ich war lieber Pferdemädchen als Schüler.
00:02:42: Und nachdem meine Eltern sich dann getrennt haben, bin ich mit knapp vor achtzehn.
00:02:48: nach Duisburg gegangen und habe dort im Unternehmen von meinem Stiefvater eine Ausbildung gemacht als Bürokauffrau.
00:02:54: Gar nicht, weil ich Bürokaufrau unbedingt werden wollte, sondern einfach, weil ich so ein bisschen dachte, naja, erstmal weg, erstmal was anderes sehen und gar keine konkrete Vorstellung hatte.
00:03:05: Mein Pferd habe ich damals dargelassen und bin dann in die große Stadt gekommen und war hier gar nicht so happy.
00:03:12: Und habe irgendwann mein Pferd nachgeholt, war beim Unternehmen meine Stiefvater relativ schnell
00:03:18: mehr im Vertrieb tätig als in der Ausbildung als Bürokauffrau, also ein vollwertiger Mitarbeiter.
00:03:23: Und hab dann probiert, hier meine Ausbildung mit Pferd zu machen.
00:03:26: Das war ein sehr einschneidendes Erlebnis, denn ich hatte natürlich das Glück, als Pferdemädchen an der Mosel, dass alles irgendwie große Weiten war.
00:03:34: Und hier konnte ich mir das Pferd einfach nicht mehr leisten.
00:03:37: Das musste ich mir eingestehen.
00:03:38: Und dann hab ich damals meinen Pferd verkauft.
00:03:41: Das war bestimmt auch ein schwieriger
00:03:42: Schritt.
00:03:43: Ja, absolut.
00:03:43: Und das war so der erste Kampf, den ich irgendwie gekämpft habe, glaub ich, so ein bisschen.
00:03:47: Es war so ein erstes Aufgeben, also man probiert das und man kämpft dafür und man brennt dafür.
00:03:52: Und irgendwann merkt man, dass vielleicht einfach der falsche Weg ist und man aufgeben muss.
00:03:56: Es war auch ein Aufgeben.
00:03:58: Dann habe ich ein Abendstudium angefangen und habe damals den Industriemeister Druck auf Abendschule studiert und habe mich parallel selbstständig gemacht.
00:04:10: Wow.
00:04:11: Es war einfach eine Situation, die entstand.
00:04:15: Und irgendwie habe ich damals gedacht, okay, versuch's mal.
00:04:17: Dann haben wir am 17.12.2007 mit drei Leuten eine ganz kleine Druckerei gegründet.
00:04:23: In einem Gebäude, was mein Stiefvater mir als Mietobjekt zur Verfügung gestellt hatte.
00:04:29: Und mit dem Wissen, dass mein Stiefvater hoffentlich nach der ganze Zeit als alter Profil der Druckindustrie mich nebendran groß werden lässt.
00:04:38: Und leider ist er 2010 plötzlich gestorben.
00:04:42: Und ich habe angefangen, alleine weiterzumachen.
00:04:44: War halt da ein großer Punkt machen oder nicht machen.
00:04:46: Ja,
00:04:46: total.
00:04:47: Und ich meine, wenn du heute guckst, wie viele Mitarbeiter habt ihr, vierzig Mitarbeiter, das ist ja Wahnsinn, was du in der Zeit dann weiter aufgebaut hast.
00:04:53: Ja, es war ein stetiges Laufen.
00:04:56: Also einfach weitermachen.
00:04:57: Und dann kam aber eine große Wende.
00:05:01: Ich bin irgendwann mit meinem Hund durch die Felder gelaufen und habe an dem Punkt eigentlich gemerkt, wie sehr ich die Pferde vermisse.
00:05:08: Wie alt warst du zu dem Zeitpunkt?
00:05:10: Weißt du das noch?
00:05:11: 2010.
00:05:12: Oh, jetzt müssen wir rechnen können.
00:05:13: Kann ich auch nicht.
00:05:14: Können die Hörer selber rechnen.
00:05:15: Ja, genau.
00:05:16: Das
00:05:16: ist eine
00:05:17: gute Idee.
00:05:18: Na ja, und dann bin ich mit Unterstützung meiner Familie losgezogen und bin in mein zweites Pferdeleben gestartet.
00:05:24: Wow, ja.
00:05:24: Mit meinem Dieter.
00:05:25: Mit deinem Dieter.
00:05:26: War das damals dein erstes Pferd?
00:05:27: Das war mein erstes Pferd, ja.
00:05:29: Also im Prinzip hatte ich als Kind ja Pferde.
00:05:31: Ja.
00:05:32: Und hatte auch ein Herzenspferd als Kind, der aber leider bei einer OP verstorben ist.
00:05:37: Und hab danach schon Pferd gehabt, wo ich wieder dachte, okay, da komm ich gar nicht so in ein Match.
00:05:42: Also ich brauch besondere Pferde.
00:05:43: Und der Dieter war nach meinem Vulkan als Jugendpferd das Pferd in meinem Leben.
00:05:49: Ja, da kommen wir ja nachher noch mal zu, was du mit ihm auch noch alles erreicht hast.
00:05:53: Oh,
00:05:53: wow.
00:05:54: Ja, das ist auch schön.
00:05:56: Da krieg ich sofort auch Gänsehaut, wenn du so berichtest, ja.
00:05:59: Genau, und dann durfte ich eine ganze Zeit lang mein Unternehmen aufbauen und hatte wenig Zeit und hat aber mein Dieterchen.
00:06:06: wollte Dieter eigentlich nur als Freizeitpferd haben und zum Seele heilen und zum Abends mal eine Runde Nase streichen, wenn man es übertreiben will, weil eigentlich hatte ich keine Zeit für einen Pferd.
00:06:16: Naja, und irgendwann bin ich Lehrgang bei Cucky Münker geritten.
00:06:19: Mehr Just for Fun und Cucky hat uns angefixt, irgendwie doch in die Buschszene abzu- oder uns auszuprobieren.
00:06:26: und das haben wir getan und Dieter hatte irgendwie Feuer gefangen und ich mit und... An dem Punkt kam erst überhaupt meine Idee, Turnier zu reiten.
00:06:35: Als Jugendliche bin ich ein bisschen Vereinsturniere geritten.
00:06:40: Einmal im Jahr vielleicht auch noch das offizielle Turnier.
00:06:44: Aber das gab's früher für mich nicht.
00:06:45: Meine Eltern hatten wenig Zeit, war Gastronomie, waren immer selbstständig, gerade die Wochenenden.
00:06:51: Und ich war eigentlich nur Pferdemädchen, was ein bisschen Cowboy und Indianer im Wald spielt.
00:06:58: Mit Dieter kam dann so ein bisschen der Moment, wo ich gedacht hab, Als junges Mädchen wollte ich schon immer mal Turnier reiten.
00:07:05: Und ich stand oft als kleines Mädchen am Turnierplatz und dachte, boah, so ein Lkw.
00:07:09: Und ach, wie toll, mein M-Springen zu reiten.
00:07:11: Oder es gibt eine Person, die ich bis heute noch verfolge.
00:07:15: Die war so, als Mädchen mein großes Vorbild.
00:07:19: Die liebe Faribas damals irgendwie.
00:07:21: Ich glaube, wenn ich heute Nacht schaue, nur VL geritten.
00:07:25: Aber für mich war es, wow, es war Wahnsinn.
00:07:30: Ja, mit die da kam der Moment, wo ich anfangen durfte zu träumen.
00:07:32: Ja,
00:07:33: ja.
00:07:34: Da war dann wieder dieses kleine Mädchen von damals.
00:07:36: Wie ist das heute, Rebecca, wenn du an das kleine Mädchen von damals denkst, wenn du da ein, zwei Sätze sagst, die das kleine Mädchen über dein Leben heute sagen würde, was wird die kleine Rebecca sagen?
00:07:47: Wow.
00:07:48: Wow.
00:07:49: Ja, und schon so ein bisschen... Ja, verfolg deine Träume.
00:07:52:
00:07:53: Also egal, wie groß sie sind?
00:07:54: Also... Ich weiß, als Situationen gab als Mädchen, wo ich wirklich mal morgens aufgewacht bin und dachte, ich will einen Reitstall haben.
00:08:02: Ich will
00:08:02: nur echt, das war so ein Gedanke für dich.
00:08:04: Ja, weil ich als Selbstversorger, wir reden über neunziger Jahre, die Selbstversorgerhaltung war damals nicht so wie heute.
00:08:12: Meine Pferde standen im Matsch, wir hatten kein fließend Wasser, wir mussten Eimer schleppen.
00:08:16: Ich habe als junges Mädchen gemistet mit meiner Oma zusammen, die hat mich immer unterstützt.
00:08:21: Aber am Ende habe ich als ganz kleines Mädchen von den... von den tollen Reitställen getrollen, wo die Pferde in Boxen stehen.
00:08:26: Also total verrückt in meiner heutigen Denke.
00:08:29: Aber das war damals eine ganz ... Ja, was ganz Tolles, wenn die Pferde von den anderen Mädels irgendwie im Reitstein standen im Verein und ich mit meinen Gummistiefeln durch meinen Matsch gewandert bin.
00:08:40: Aber damals waren meine Pferde schon glücklich.
00:08:41: Ja, ja.
00:08:42: Und heute hast du ja diesen Reitstall und betreibst ihn.
00:08:45: Und was würdest du sagen?
00:08:47: Welche Eigenschaft von dir habt dich dahin gebracht?
00:08:51: Also ich hab immer auf einer Bauchgefühl gehört.
00:08:53: Ich hab irgendwann gespürt.
00:08:54: Also ich war wirklich, also nach dem Tod meiner Stiefvaters gerade beruflich, war das eine sehr turbulente Zeit.
00:09:00: Also ich war ein ganz junger Mensch.
00:09:02: Die Druckindustrie ist eine relativ veraltete Branche.
00:09:06: Ich war ein junges Mädchen und ich hab noch nie Technik verkauft.
00:09:09: Mir war's immer egal.
00:09:10: Ich war immer schon Dienstleister.
00:09:12: Und ich war Partner für unseren Kunden.
00:09:15: Also ich sag mal, die ersten zehn Jahre meines Unternehmensaufbaus waren strategisch
00:09:19: nicht die leichtesten.
00:09:22: Und irgendwann habe ich aber gemerkt, mein Bauchgefühl leitet mich.
00:09:25: Es mag sich total verrückt anhören, aber in den Zeiten, wo ich bei mir bin und in meiner Mitte bin, treffe ich die besten Entscheidungen, weil ich auf mich höre und so denke, okay, mein Bauchgefühl hat mich schon vor vielen Dingen bewahrt, wo man rational drauf schaut und sagt, muss man machen, also wirklich wieder reingeschäftlich, muss man machen.
00:09:43: Und irgendwas in mir sagt, ne, mach ich nicht.
00:09:45: Und ich einfach morgens aufgestanden bin und gesagt, mach ich nicht.
00:09:48: Ich kann das total nachvollziehen.
00:09:49: Ich mein, man wägt natürlich als du, als Businessfrau, Vor- und Nachteile ab und alle Fakten und so weiter.
00:09:55: Aber dann am Ende das Bauchgefühl zu nutzen, das tue ich genauso.
00:09:58: Und ich kann das super nachvollziehen.
00:09:59: Ja, und es ist immer so eine innere Warnung gewesen.
00:10:01: Und es gibt Phasen, da verliere ich das ein bisschen.
00:10:04: Das sind in der Regel die falschen Entscheidungen, die ich getroffen habe.
00:10:07: Weil ich bin nur dann auch dazu zu einem Prozess.
00:10:09: Ja, natürlich.
00:10:09: Ich finde immer, jede Entscheidung ist richtig, die man trifft.
00:10:12: Man darf auch mal falsche treffen, gerade wenn du so als junger Mensch plötzlich so loslaufen musst.
00:10:16: Absolut.
00:10:16: Ich sagte auch, das ist so ein alter Spruch von meinem Vater.
00:10:19: Lieber eine falsche Entscheidung als gar keine Entscheidung.
00:10:22: Ja, absolut.
00:10:24: Ich probiere mein Unternehmen nach wie vor:
00:10:26: Management bei Bauchgefühl.
00:10:30: Da ist man ja auch nah am Herzen von den Leuten, wenn man das Bauchgefühl einsetzt.
00:10:33: Das ist meine Erfahrung.
00:10:35: Also ich lasse halt meine Leute zum Beispiel sehr laufen.
00:10:37: Also früher war ich sehr eng dran.
00:10:40: Heute bin ich.
00:10:42: Ich weiß, ich hab gute Leute und ich muss die lassen.
00:10:45: Und je mehr ich die lasse, je besser werden die und je mehr entfalten die sich.
00:10:50: Und dann muss ich auch wiederum sagen, je weniger muss ich auffangen.
00:10:54: Also die arbeiten alle super, entscheidungsfrei.
00:10:58: Und das gibt mir Platz für weitere Spinnereien, Träume, Ideen, Projekte.
00:11:07: Ja, ich meine, das ist ja clever, das Unternehmen so aufzustellen, dass es im Grunde läuft.
00:11:10: Deine Leute wissen, was sie tun können.
00:11:12: Du kannst dir Freiräume schaffen und dadurch lässt du deine Leute ja wahrscheinlich auch noch wachsen.
00:11:15: Und das Unternehmen gleich damit?
00:11:17: Du, eine Frage und ich hoffe, du erlaubst meine kleine Analogie.
00:11:20: Früher hat man immer so Rosamunde-Pilcher im Fernsehen geschaut.
00:11:23: Da war ja immer so alles Heititei und dann irgendwie gegen viertel nach neun, neun Uhr staute sich die absolute Krise an und dann war aber der Turning Point sozusagen und alles ging doch zu einem Happy End.
00:11:33: Was war dein Turning Point im Leben?
00:11:35: War das der, den du vorhin schon beschrieben hast oder noch ein anderer, wo du sagst, von da an ging's in die Richtung, die du noch mehr wolltest?
00:11:42: Ja, also ich teile mein Leben in verschiedene Säulen.
00:11:45: Also ich bin halt mittlerweile Mama eines tollen Sohnes.
00:11:49: Ich bin Unternehmerin und ich bin nach wie vor Pferdemädchen.
00:11:52: Also es gibt so diese drei wichtigen Säulen in meinem Leben.
00:11:56: Und ja, welche Säule möchtest du?
00:11:57: Also ich kann dir ja wahrscheinlich in jeder so einen Moment ... doch berichten.
00:12:02: Vielleicht
00:12:03: die von den Pferden?
00:12:05: Ja, also bei den Pferden war es ganz klar tatsächlich eine Fehlentscheidung, die ich irgendwie getroffen habe.
00:12:12: Also ich habe lange Zeit mit Dieter ja gemeinsam gewachsen, von der ersten Idee überhaupt Turnier reiten zu wollen.
00:12:18: Über eine Gelände Pferde A, die geklappte, zu Gelände Pferde L, dann war der Weg zur VA relativ easy.
00:12:25: VL klappte irgendwie auf Anhieb und dann probiert man sich ja auch irgendwie in zwei Sternen und ich hatte tatsächlich nie einen Trainer.
00:12:31: Also ich hab das einfach so gut Dinge gemacht, bin mal hier Lehrgang geritten, mal da vielleicht.
00:12:36: Ich hab irgendwann gemerkt, dass die Dressur mein Problem ist und hab den Fokus auf Dressurreiten gelegt und hab dann irgendwann eine falsche Entscheidung getroffen und Dieter in eine drei Sterne lang geschickt, wo ich zwischendurch das erste Mal in meinem Turnierreiterleben
00:12:50: eigentlich Angst bekommen habe tatsächlich.
00:12:52: Im
00:12:52: Gelände oder wo?
00:12:53: Im Gelände,
00:12:53: genau.
00:12:54: Und wirklich so zwischendurch der Kopf einfach eingeschaltet hat und ich wirklich rational gedacht habe, was tust du hier?
00:12:59: Also du forderst ein Pferd gerade heraus, du weißt gar nicht, was du tust und hab ihn da rausgenommen und bin da relativ geschwächt raus, weil ich mich sehr geschämt habe.
00:13:08: Also es war wirklich mental für mich, es mag für einen Fremden vielleicht nicht so bedeutend sein, aber ich hab da drunter sehr gegrätscht und hab dann auch glaube ich das ganze Jahr kein Turnier mehr geritten.
00:13:18: Und bin dann irgendwie ganz aktiv wieder aus meinem Loch gekrochen.
00:13:22: Das habe ich ja gelernt in meiner Laufzeit als Unternehmerin.
00:13:26: Und bin aktiv damals auf Karl-Heinz-Nothofer zugegangen und habe gesagt, oh, ohne Träner geht es nicht, aber ich will weitermachen und ich glaube, ich habe ein gutes Pferd und ich glaube, ich habe nur einmal dieses gute Pferd und würdest du mit mir.
00:13:37: Und wir kannten uns damals gar nicht richtig, aber irgendwie war auch das ein Bauchgefühl und viel haben es beäugt, glaube ich.
00:13:44: Und heute kann ich sagen, das war mein Rosamunde-Pilcher-Moment.
00:13:47: Oh, wow, das ist ja wirklich
00:13:48: ... Ich glaube, ohne Karl-Heinz hätte ich gar nicht weitergemacht.
00:13:52: Weil mit Karl-Heinz kam halt irgendwie meine Expertise.
00:13:55: Also mein Wille, mein gutes Pferd, kam mit der Expertise zusammen und mit einem ... ja, mit einer Empathie füreinander, wo man einfach gesagt hat, okay, er holt mich da ab, wo ich bin.
00:14:06: Ich bin kein Profi, ich bin Amateur, ich hab verschiedene Säulen, ich hab Stress.
00:14:10: Ich komme manchmal aus dem Meeting, spring aufs Pferd und hab den Kopf gar nicht da, wo er mich einfach gelernt hat abzuholen.
00:14:16: Er hat mir Dinge ermöglicht und ich glaube, ihm kann ich dankbar sein, dass Dieter und ich noch mal so eine Schippe drauflegen dürfen.
00:14:23: Ja, Wahnsinn.
00:14:23: Und was ich so raushöre, du sagst, du konntest da weiterhin auf dein Bauchgefühl hören und hast so diese Fachlichkeit von außen ergänzt bekommen.
00:14:30: Und das ist ja dann eine wunderschöne Kombination.
00:14:32: Ja, war aber auch wieder eigentlich zu merken, du brauchst Hilfe.
00:14:36: Also, nur alleine kommt man halt irgendwie dann doch nicht weiter.
00:14:39: Ja, und das ist auch eine große Stärke, dann zu sagen, ich hole mir Hilfe.
00:14:43: Das finde ich sehr, sehr stark.
00:14:44: Musste ich lernen, weil sonst würde mein Leben so gar nicht funktionieren.
00:14:47: Also ich habe, wie gesagt, in allen Bereichen ein super Set-up.
00:14:51: Ich habe gute Leute um mich herum, auf die ich mich verlassen darf, die mich auffangen, die meinen verrücktes Leben auffangen und die mir einfach die Dinge ermöglichen, so zu machen, wie ich sie machen darf.
00:15:04: Jetzt sind wir grad schon so bei Rosamunde Pilcher Gänsehautmomenten.
00:15:07: Wenn du jetzt noch weiterspinst, was war so dein absoluter Happy Moment mit einem deiner Pferde wahrscheinlich mit Dieter?
00:15:13: Was würdest du sagen?
00:15:14: Mit mit Dieter gibt's tausende.
00:15:16: Der eine, eine Happy Moment.
00:15:20: Ja, ich denke, du spielst auf die vier Sterne.
00:15:21: Ich weiß nicht, ob es die vier Sterne.
00:15:23: Nein,
00:15:23: wie du möchtest.
00:15:24: Die
00:15:24: vier Sterne war ein großer Lebenstraum oder ein gewachsener Lebenstraum vielmehr.
00:15:29: Ich glaub, mein Happy Moment war ... Als ich meine damals drei Pferde eingepackt habe und habe sie nach Hause gebracht.
00:15:36: Ja, wo du so wieder alles um dich geschart hast, was für dich wichtig
00:15:40: ist.
00:15:40: Genau, wo ich einfach gelernt habe in der Zeit als Pensionspferdehalterin, was ich will und was ich nicht will.
00:15:45: Und dann doch wieder an den Moment kamen, wo ich als kleines Mädchen dachte, ich möchte sie wieder zu Hause haben.
00:15:50: Vielleicht ganz anders als damals, mit mehr Setup, mit mehr Professionalität, mit mehr Know-how, ich meine es, von zwanzig Jahre her.
00:15:59: Aber am Ende wollte ich, dass meine Pferde wieder glücklich sehen, in kein Raster gesteckt werden müssen.
00:16:05: Und ich sage, gerade Dieter hat aus diesem Happy Moment halt alles gemacht.
00:16:11: Also das Pferd ist unglaublich glücklich.
00:16:15: Dem geht es richtig, richtig gut.
00:16:18: Und ich dachte schon, dem geht es woanders gut, weil wir immer viel möglich gemacht haben und zwar lange Zeit und Stresslevel für mich.
00:16:24: Im Pensionsstall geht es ihm gut, hat er genug Futter.
00:16:27: hat er die richtige Decke an, ist er nass, ist er nicht, ist er da drinnen, ist er draußen, ist die Heuportion in Ordnung, schimmelt sie oder nicht.
00:16:33: Also wie die Dinge so sind, das sind alles Sachen, da muss ich mir heute keine Sorgen mehr machen.
00:16:37: Und wenn ich ihn nur auf der Wiese liegen sehe im Mittag.
00:16:40: Ja, ja, das
00:16:42: weiß ich, dass wir viel richtig gemacht haben.
00:16:43: Fühlt sich
00:16:43: einfach nur schön an.
00:16:45: Ja, und ich meine, ich war schon sehr beeindruckt, dass du mit ihm da die vier Sterne Prüfung geritten bist.
00:16:50: Du bist Amateur, sagst du selber auch, das muss man erst mal schaffen.
00:16:53: Ich meine, da stehen schon Klamotten sowohl im Parcours als auch im Gelände.
00:16:57: Und auch die Dressur muss man erst mal reiten.
00:16:59: Also da wirklich noch mal herzlichen Glückwunsch, auch ganz, ganz toll.
00:17:02: Vielen Dank.
00:17:02: Ja, die Dressur war lange Zeit eines der Themen.
00:17:04: Also ich hatte ja lange Zeit wirklich gute Dressurtrainer an meiner Seite, aber es war klar, Dieter lernt den Wechsel einfach nicht.
00:17:12: Na ja, und zu Hause wurde halt immer richtiger und immer entspannter und er ließ sich immer besser arbeiten.
00:17:17: Und ja, er wurde einfach entspannt und mit dem Entspannt sein und auch da einen neuen Trainingspartner nach einer langen Pause.
00:17:26: Oder einen neuen Trainer kam halt der Werkzeugkoffer und plötzlich springt mein, von einem Grand Prix Reiter besagter "springt nie Wechselpferd" einfach Wechsel.
00:17:36: Und mit diesem Wechselspringen kam die Idee, vielleicht doch nochmal Anlauf zu nehmen und nochmal zu versuchen, auch wenn er achtzehn ist.
00:17:44: Er ist heute achtzehn, seit fünfzehn Jahren an meiner Seite.
00:17:48: Und mit Dieter ist alles möglich.
00:17:51: Und auch nur mit Dieter ist alles möglich.
00:17:54: Ah, wer weiß, welche Future-Stars du noch im Stall hast.
00:17:56: Aber ich hab den Eindruck, und wir haben ja auch schon oft miteinander gesprochen, Dieter ist ja schon wirklich dein Herzenspferd.
00:18:02: Ja, schön.
00:18:04: Daher immer so einen bekomme ich im Leben mich noch
00:18:05: mal.
00:18:07: Und du hast gerade gesagt, du hast früher geglaubt oder vielleicht auch von außen eingeimpft von Grand Prix-Reitern und so weiter, Dieter springt keine Wechsel.
00:18:15: Wie hast du es geschafft, das zu überwinden?
00:18:16: Und was können da vielleicht auch die Hörerinnen und Hörer mitnehmen, wenn sie an irgendwas nicht glauben?
00:18:20: und plötzlich irgendwann geht's doch?
00:18:23: Ich hab total den Druck rausgenommen.
00:18:25: Also dieses Muss gehen, wir probieren es immer weiter, war halt irgendwann völlig egal.
00:18:31: Also ich hab das angenommen, was er mir gegeben hat und er hat halt immer mehr gegeben und ich hab immer mehr angenommen und am Ende ist alles was wir machen ohne Druck.
00:18:40: Und klappts oder klappts nicht.
00:18:42: Aber wenn es klappt, freuen wir uns natürlich.
00:18:44: Ja,
00:18:44: natürlich.
00:18:45: Genau, mit
00:18:45: meinem Werkzeugköfferchen, was ich von Silke Fütterer Sommer bekommen habe, die das Pferd auch einfach so nimmt, wie es ist.
00:18:51: Also auch das, unsere Buschpferde sind ja speziell und natürlich habe ich einen klassischen Anspruch und möchte gut und ordentlich Dressur reiten.
00:18:58: Aber am Ende ist mein Dieter kein Dressurpferd.
00:19:01: Und mit dem Annehmen, wie wir sind, so wie wir sind, sind wir halt irgendwie, ja, einen kleinen Schrittchen weitergegangen.
00:19:08: Schön.
00:19:09: Was würdest du den Hörerinnen und Hörern mitgeben, wenn du doch noch mal in so eine Situation kommst, wo Druck aufkommt und du den Druck aber ja wieder rausnehmen willst?
00:19:17: Du sagst ja, das ist eines deiner Erfolgsrezepte.
00:19:19: Wie machst du das?
00:19:20: Wie so eine Art Notfallkit, um Druck rauszunehmen, wenn er doch laut wird?
00:19:23: Wie machst du das?
00:19:24: Ja, so richtig habe ich das nicht.
00:19:26: Also es gibt bei mir schon Tage, wo ich das Gefühl habe, der Druck, vor allem wenn alles zusammenkommt, wenn es bei sollen, wo der Druck doch schon sehr massiv ist.
00:19:34: Also allein die Verantwortung für diese vierzig Mitarbeiter.
00:19:38: die mir sehr, sehr wichtig sind, wo ich einfach, ja, mich sehr verantwortlich fühle.
00:19:44: Mittlerweile auch die Pensionspferde, was nie eine Idee war, dass ja auch der Mode dabei gekommen ist, den hätte ich vielleicht zuerst nennen müssen.
00:19:51: Das ist vielleicht jetzt einfach die falsche Reihenfolge, weil wir waren so pferdepräsent.
00:19:54: Ja.
00:19:55: Ich brauche oft einfach auch mal einen Tag, wo ich so ganz für mich alleine bin, mich kurz orientiere und probiere aus diesem, ich nenne es immer gerne, Karussell einmal rauszukommen.
00:20:04: kurz zu sortieren und dann einfach wieder einen neuen Anlauf zu nehmen.
00:20:08: Also ich agiere mittlerweile.
00:20:10: Ich versuche, nicht emotional zu reagieren, probiere mich immer erst mal rauszunehmen.
00:20:15: Um in der Nacht drüber schlafen, ist alles noch halb so schlimm.
00:20:18: Ja.
00:20:18: Ich habe gerade irgendwie so ein Bild im Kopf wie du auf dem Pferd in einem Karussell sitzt, dann einmal auf dem Knopf drückst, anhalten, aussteigen, mal kurz reset.
00:20:25: Ja, genau.
00:20:26: Und
00:20:26: dann kannst du weiter reiten.
00:20:28: Nenne das gerne meinen Bademäntelchen-Tag.
00:20:30: Ja, Bademäntelchen-Tag, wie cool.
00:20:33: Genau, den ich dann einfach für mich brauche, um wieder kurz klarzukommen.
00:20:38: Ja.
00:20:39: Um einen neuen Anlauf zu nehmen.
00:20:40: Ja, super.
00:20:41: Das kann ich nachvollziehen.
00:20:43: Schöne Vorgehensweise.
00:20:44: Und wenn es für dich das Richtige ist.
00:20:46: Aber auch gelernt.
00:20:47: Also wir brauchen nicht drüber reden.
00:20:48: Das ist alles ein Prozess im Leben.
00:20:50: Ja,
00:20:51: ich glaube, das ist gerade schon rübergekommen.
00:20:52: Vor allem auch, dass du da sehr mit dir ins Gericht gehst und an den Dingen arbeitest.
00:20:55: Und umso schöner, dass du für dich Hebel gefunden hast, die du das dann einstreuen kannst.
00:20:59: Deine Bademanteltage.
00:21:00: Ja.
00:21:01: Ja.
00:21:02: Ja, du warst ja auch einer der Hebel davon.
00:21:03: Also, wir haben uns ja, ich sag mal genau in der Phase, die ich eben mit Dieter beschrieben hab, dieses Neuanlauf neben nach der Dreisterne lang, wo ich doch dachte, ich schäme mich einfach nur in der Außenwelt.
00:21:16: so eine falsche Entscheidung.
00:21:17: Wahrscheinlich hat's gar keinen interessiert, das muss man auch mal sagen.
00:21:20: Was war an der Entscheidung eigentlich, wenn ich das kurz fragen darf, Rebecca, was dich so geärgert hat, dass du ihn überhaupt reingeritten bist oder dass du Angst bekommen hast und den rausgenommen hast?
00:21:28: Was war das genau?
00:21:30: final, dass ich reingeritten bin.
00:21:31: Also das war eines der Dinge, wo ich schon beim Abgehen ein schlechtes Gefühl hatte.
00:21:36: Also ich hatte schon vorm Losfahren schlechtes Gefühl.
00:21:38: Ich war nicht ganz fit.
00:21:40: Das waren so die Momente, wo mein Bauchgefühl eigentlich schon dreimal gesagt hat, lass es, bitte lass es,
00:21:45: lass es doch einfach sein.
00:21:46: Jetzt wieder das Bauchgefühl,
00:21:46: ne?
00:21:47: Ja, und ich war aber im Fokus und ich wollte unbedingt und ich hatte trainiert.
00:21:50: Ja.
00:21:50: Und ich fühlte mich total gut aufgestellt und... Ich bin über mich selbst hinübergesprungen und hab's trotzdem gemacht.
00:21:56: Und auch eine ganz prägnante Sache.
00:21:59: Ich kann normalerweise Parcours abgehen und kann die Nachts durchreiten.
00:22:02: Und ich muss die Nachts durchreiten.
00:22:04: Und ich kam mit diesem Parcours nicht ins Ziel.
00:22:07: Ich bin das Gelände durchgeritten und ich kam nicht ins Ziel.
00:22:09: Und ich bin morgens losgefahren und ich hatte meine Freunde am Telefon und ich sag, es geht nicht gut.
00:22:14: Ich komm nicht durch.
00:22:15: Ich hab irgendwo im Kopf eine Blockade, die mich nicht weiter reiten lässt.
00:22:20: Und am Ende hätte ich da auch noch mal die Reißleine ziehen können.
00:22:23: Und das habe ich heute zum Beispiel gelernt.
00:22:25: Ich reite nicht mehr in jedes Gelände.
00:22:27: Also am Ende entscheide ich, wo ich die Reißleine ziehe und wenn mein Bauchgefühl sagt: lass!, lasse ich das.
00:22:32: Aber du hast mir geholfen, das erste Mal wieder ins Dressurviereck zu reiten und wieder zu sagen, okay, durchatmen ist es egal, was andere sagen.
00:22:40: Weil damals waren halt, vorher sagt ihr keiner, du machst ein Fehler.
00:22:44: Die Leute sehen sich auf der Startliste, die lächeln ihr noch ins Gesicht.
00:22:48: Und hinterher sind sie alle da und sagen, ja, wir haben uns schon gewundert.
00:22:52: Ja, wir haben das gesehen und haben gedacht, was macht sie da?
00:22:54: Und das waren wir so unangenehm, dass ich so dachte, alle reden über mich.
00:22:57: Und keiner hat es mir gesagt.
00:23:01: Und damals ist erst mal wieder mein Dieter aufzuladen und wirklich mich vielleicht nochmal total verrückt, aber mich der Öffentlichkeit wieder zu stellen.
00:23:10: Zwei Klassen drunter und wirklich zu sagen, okay, ich fahr einfach wieder los, da warst du ein großer Schlüssel für mich.
00:23:16: Ja,
00:23:16: das freut mich sehr, dass du das sagst.
00:23:19: Und manchmal sind es die kleinen Dinge, die kleinen Hebel, die umgestellt werden können.
00:23:22: Was würdest du sagen, war damals das Entscheidende, was in unseren Sessions dafür dich bei rumkam, dass du sagst, genau das hat mir geholfen, dass ich wieder losgefahren bin, mich gezeigt habe.
00:23:32: Also du hast mir wieder gesagt, warum ich eigentlich reite.
00:23:35: Also eines unserer Themen war, warum machst du das?
00:23:38: Und eigentlich, weil ich ein Pferdemädchen bin, weil ich einen Spaß dabei habe und auch da, ich musste den Druck rausnehmen.
00:23:47: ohne den Fokus zu verlieren.
00:23:48: Also ich bin niemand.
00:23:49: Ich glaube, ich könnte mein Leben lang nicht nur in den Wald reiten.
00:23:52: Ich brauche immer so ein Ziel und ich brauche was, wo ich drauf hinarbeite.
00:23:56: Das kann ein Ausbildungsthema sein, das kann eine Problematik sein, aber das ist bei mir halt super gerne so drei, vier, fünf Turniere.
00:24:04: So viel reite ich ja gar nicht im Jahr.
00:24:07: Genau.
00:24:07: Aber wieder im Prinzip die Leichtigkeit reinzubringen und zu sagen, warum fährst du eigentlich los?
00:24:12: Weil ich eine gute Zeit in meinem Dieter haben will.
00:24:14: und im Idealfall die richtigen Menschen dabei haben, wo so ein Wochenende einfach toll wird.
00:24:20: Ja, das hört sich nach einem guten Plan an, das Warum und das Team um dich herum, was du ja schon ein paar Mal jetzt stark betont hast.
00:24:28: Also ich brauche nicht viele Menschen, aber ich brauche auch die richtigen Menschen.
00:24:31: Und das macht doch viel aus.
00:24:32: Ich war jahrelang Einzelkämpfer, gerade auch in dem Privatstall vorher.
00:24:36: Und jetzt auf Gut Imming haben wir eigentlich so Team Leidenschaft, macht den Unterschied.
00:24:43: Und ich bin da echt happy mit.
00:24:46: Da ist kein Neid, da ist kein Missgunz, sondern da ist so ein kleines, herzliches Team, was die Gegenseite unterstützt.
00:24:53: Wir arbeiten alle pro Pferd, wir wollen alle für unsere Pferde das Beste.
00:24:57: Und da ist ein ganz konstruktiver Austausch und das macht es am Ende doch ein bisschen aus.
00:25:02: Ja, absolut.
00:25:03: Und du schneidest ein Thema an Führungsprinzipien oder Leadershipqualitäten, wie auch immer man das nennen will.
00:25:10: Du führst ja sowohl dein Unternehmen mit... Gut vierzig Mitarbeitenden und auch den Reitstall, wenn man so will.
00:25:15: Und Führung ist natürlich auch im Umgang mit den Pferden nötig.
00:25:18: Was würdest du sagen, sind neben Teamgeist weitere Prinzipien für dich, wie du deine Führungsrollen lebst?
00:25:26: Leben und leben lassen.
00:25:27: Also da fangen wir, ich glaube, ganz weit unten an.
00:25:29: Also ich kann verstehen, wenn mal jemand zu spät kommt.
00:25:32: Ich kann verstehen, wenn jemand eine schlechte Zeit hat.
00:25:34: Ich probiere meine Mitarbeiter so zu lassen, wie sie sind, probiere die richtigen auszuwählen, die zu uns passen.
00:25:40: geht meistens gut, funktioniert manchmal nicht.
00:25:43: und probiere dann eigentlich stärken zu stärken und Schwächen zu eliminieren.
00:25:47: Und probiere daraus ein Team zu basteln, wo einfach stärken und stärken zusammenkommen und das andere ausgleichen.
00:25:55: Und dann probiere ich wirklich zu lassen.
00:25:57: Also die hantieren eigentlich alle in einem gewissen Verantwortungsrahmen und irgendwann an einem gewissen Punkt brauchen die einen Rat und kommen dann zu mir, sei es... In dem Kundenthema, sei es beim Projekt, sei es, dass ich irgendwas übernehmen muss, weil schwierig wird.
00:26:13: Natürlich treffe ich ja strategische Entscheidungen, aber am Ende stehe und falle ich mit meinem Team.
00:26:18: Und ich bin auch nur so erfolgreich wie mein Team.
00:26:21: Und ich glaube, ich habe gute Leute.
00:26:24: Ich habe natürlich, also man hat immer mal Mitarbeiter dabei, wo man einfach sagt, okay, es gibt auch welche, machen einfach Dienstervorschriften.
00:26:30: Also dafür sind wir zu groß.
00:26:32: Aber ich habe in jeder Abteilung... Und damit zähle ich den Stall irgendwie mit, weil er ist ja auch quasi ein Unternehmen.
00:26:40: Ich habe überall einfach so verantwortungsbewusste Leute, die komplett alleine arbeiten und mich in den richtigen Momenten dazunehmen.
00:26:47: Und das gibt mir Freiraum und Möglichkeiten.
00:26:50: Ja, und gleichzeitig ist das natürlich auch für deine Mitarbeiter eine tolle Chance, sich zu entfalten und auch ihren Traum zu leben.
00:26:56: Für viele.
00:26:57: Ja, also es gibt wieder, es gibt halt so viele unterschiedliche Charaktere.
00:27:00: Du hast halt einfach Leute, Sie müssen und möchten gerne Stapel abarbeiten.
00:27:05: Und es gibt Leute, die können mit der Verantwortung, mit dem Freiraum sehr gut leben.
00:27:10: Und das sind in der Regel meine Gegenspieler.
00:27:12: Ich wollte gerade fragen, da achtest du doch wahrscheinlich dann drauf, so wie ich dich jetzt gerade höre, dass du dir Leute suchst, die genau das wollen.
00:27:18: Bestimmte Tätigkeiten, wo du einfach auch jemand brauchst,
00:27:21: der
00:27:21: das anders machen möchte.
00:27:22: Und das haben wir auch.
00:27:24: Wir sind da auch.
00:27:25: Aber ich brauche eigentlich Leute, die Bock haben, die dafür brennen, was sie tun.
00:27:29: die eine Verantwortung übernehmen und die einfach Lust an das Ding mit mir weiterzumachen.
00:27:34: Willst du diese drei Sachen genauso für deine Pferde, die mit dir durchs Feuer gehen
00:27:38: sein?
00:27:39: Ja, ja, ja, ja.
00:27:40: Ich merke es immer wieder.
00:27:42: Ich bin auch bei meinen Pferden ja sehr verrückt.
00:27:45: Also ich habe immer gesagt, ich suche mir den zweiten Dieter.
00:27:47: Das funktioniert natürlich nicht.
00:27:48: Aber was suche ich?
00:27:50: Ich suche ein Pferd, was selbst Entscheidungen trifft.
00:27:52: Ich suche ein Pferd, was mit mir in dieselbe Richtung spielt.
00:27:55: Ich suche ein Pferd, was mir ein Gefühl gibt.
00:27:58: Dinge möglich zu machen.
00:28:00: und ich brauch ein Partner.
00:28:02: und ich hatte wirklich jetzt schon einige gute Pferde auch in meinem Leben, weil ich auch immer mal dachte, ich hab jetzt die Möglichkeit, ich muss zu meiner Pferde immer selber machen oder mit ihm selber wachsen.
00:28:11: Ich durfte mir auch schon mal ein gerittenes gutes Pferd kaufen, aber am Ende macht es ja Charakter und ich brauch die, die brennen und die, die ein bisschen verrückt sind und die, die im Zweifelsfall für mich eine Entscheidung treffen, wenn ich in dem Moment nicht entscheiden kann.
00:28:27: Und so habe ich den Dieter und so habe ich mittlerweile mein Carlchen.
00:28:30: Ja,
00:28:30: das ist ja auch ein ganz bezaubernder Kerl, der Carlchen.
00:28:35: Alle finden ihn verrückt, ich finde ihn super.
00:28:37: Und ich glaube, der wird großartig, der braucht einfach ein bisschen länger.
00:28:40: Und die Zeit bekommt er.
00:28:41: Ja, sehr schön.
00:28:43: Erfolg, was bedeutet für dich?
00:28:44: Erfolg im Sport, im Business?
00:28:46: Und wann hast du dich das letzte Mal richtig erfolgreich gefühlt?
00:28:50: Oder schwierig.
00:28:53: Ja, wieder zum Sport zurück.
00:28:55: Also die vier Sterne war schon besonders.
00:28:57: Also das war schon...
00:28:58: Warst du da das... Ach, ich muss da reinplatzen.
00:29:00: Was war für dich am Besondersten?
00:29:01: Die Dressur, das Springen oder das Gelände?
00:29:03: Alles
00:29:03: für sich.
00:29:03: Ich war noch nicht so bewusst ein Turnier geritten.
00:29:06: Ich war... Ich habe mir vierzehn Tage vorher frei genommen.
00:29:08: Ich war im totalen Fokus.
00:29:10: Super.
00:29:10: Genau, ich habe es richtig.
00:29:12: Also es war wirklich... Es passte alles.
00:29:13: Also Dieter spielte mit, die Trainingssessions waren super.
00:29:16: Meine Männer machten super mit.
00:29:18: Ich hatte eine gute Zeit.
00:29:19: Ich war total... Ja.
00:29:22: im Fokus.
00:29:23: Und ich konnte mich da richtig gut darauf vorbereiten.
00:29:24: Und am Ende konnte ich an diesem Tag erstmalig, glaube ich, alles abrufen.
00:29:31: Und das ist schon verrückt.
00:29:32: Also, das ist schon wirklich verrückt, weil eigentlich bin ich jemand, der in der Regel schon sehr aufgeregt ist und eigentlich so ein Trainingsweltmeister ist, aber die PS oft auch nicht auf die Straße bekommt, weil ich mir im Weg stehe oder dem Dieter im Weg stehe oder uns beiden im Weg stehe.
00:29:48: Aber irgendwie hat an dem Tag alles gepasst.
00:29:49: Das Werkzeugköfferchen war parat.
00:29:52: Dieter sprang sauber die Wechsel durch.
00:29:54: Das ging im Training nicht und ich hatte auch entschieden, okay, dann geht er halt mit einem nachspringenden Wechsel da rein.
00:30:00: Hauptsache, ich darf einmal vier Sterne reiten.
00:30:02: Und dann kamen wir tatsächlich mit 36 Punkten aus der Dressur und da war das erste Mal, dass ich ein Ströfchen geheult habe.
00:30:10: Zu Recht.
00:30:10: Ja, völlig verrückt, ne?
00:30:11: Also, ich meine, ich hatte mir so das Ziel, ja, so eine... Drei davor wäre schön, wenn du vierzig hast, ist okay.
00:30:18: Weil man muss ja ein bisschen gucken, wo man herkommt.
00:30:20: Und ich komme daher, dass man eigentlich bin vielleicht fünf drei Sterne geritten in meinem Leben.
00:30:25: Also ich bin ja auch jetzt nicht fünf Jahre drei Sterne.
00:30:27: Ja,
00:30:28: muss man definitiv mit ins Feld führen.
00:30:29: Ich habe ja auch nur dieses eine Pferd.
00:30:31: Also am Ende reite ich gar nicht so viel wie jemand anderes, der vielleicht vier Sterne reitet.
00:30:36: Naja, dann sind wir nach Hause gefahren und ich dachte, ok, springen.
00:30:39: Und ich hatte mir Gelände noch gar nicht angeschaut, weil ich probiere immer so Disziplin für Disziplin zu machen.
00:30:43: Und springen war schon knackig, aber auch da schenkt er mir eine Null und ist eigentlich verrückt, weil eigentlich sind wir für einen Fehler immer gut.
00:30:51: Ich plane es ein ist vielleicht übertrieben, aber mit einem Fehler rechne ich und da bin ich auch nicht enttäuscht.
00:30:57: Aber dass er eine vier Sterne Null springt und sogar ich mal eine Kombination versammle und er einfach sagt, halt Dich fest Mädchen.
00:31:05: Da war er.
00:31:06: Die Entscheidung für dich, ne?
00:31:07: Da war er,
00:31:07: genau.
00:31:09: Ja, es lässt mich heute total emotional werden, weil es Wahnsinn ist.
00:31:12: Dieses Pferd ist der absolute Wahnsinn.
00:31:14: Ja.
00:31:15: Ich finde es auch mal berührend, wenn die Pferde das für einen machen.
00:31:17: Deswegen kann ich das so nachvollziehen.
00:31:19: Und er kämpft einfach total für mich.
00:31:21: Ja.
00:31:22: Also, der ist auch mal gern drüber, aber eigentlich muss ich sagen, seitdem er zu Hause lebt.
00:31:26: Und ich wirklich das Gefühl habe, wir sehen uns auch viel und wir haben ganz viele Berührungspunkte.
00:31:32: Der lebt total auf und er ist total ... Vielleicht auch mit dem Alter.
00:31:36: Ich meine, am Ende wird er halt älter und weiser und er ist irgendwie der Professor.
00:31:41: Ja klar.
00:31:42: Und am Ende von der vier Sterne hat es sogar noch für eine Platzierung gereicht.
00:31:45: Verrückt,
00:31:45: ne?
00:31:45: Wie vierter seid Ihr da geworden?
00:31:46: Ja, sechster sind wir damit tatsächlich geworden.
00:31:48: Ja,
00:31:48: Chapeau, my Dear.
00:31:50: Verrückt.
00:31:50: Es ist wirklich verrückt, aber dieses Gelände fühlt er sich an wie Go-Kart fahren.
00:31:53: Das
00:31:54: ist ja eh euers.
00:31:55: letztens, ne?
00:31:56: Nach dem, was du vorhin erzählt hast in der Drei Sterne, das muss man sich überlegen.
00:31:59: Wenn du heute sagst, Gelände ist genau unsers, let's go!
00:32:02: Ja,
00:32:02: es hat ein bisschen her, war halt auch immer unser, sonst gab halt nur diesen einen Moment, wo ich dann wirklich damals so eingeknickt bin und dachte, okay, mental, also wenn du mental einknickst, dann geht's halt schief.
00:32:12: Und ja, bei der Viersterne hat alles gepasst.
00:32:15: Und ich bin auch ganz ehrlich, ich glaube, das war die erste und einzige Viersterne, die ich geblieben bin, weil ich fordere meine Glück nicht weiter heraus.
00:32:22: Das war ein Traum, den ich mit diesem einen Pferd leben wollte.
00:32:26: oder wo ich wusste, der kann mir das ermöglichen.
00:32:28: Und ja, was es so geendet ist, ist großartig.
00:32:32: Ja, da kann ich auch nur noch mal zu gratulieren.
00:32:34: Ich freue mich wahnsinnig für euch, sag ich da auch gerne immer für euch gefreut Teamwork.
00:32:37: Genau, das war, also es ist natürlich alles, vergesse ich vielleicht ein bisschen auf das Team Erfolg.
00:32:41: Ja.
00:32:42: Die Mädels, die im Stall bleiben, die anderen, die mitfiebern, die dritten, die dabei sind.
00:32:45: Mhm.
00:32:46: Meine Familie, die mir den Rücken frei hält, meine Firma, die weiterläuft, obwohl ich in meinem Ponytraum abdrifte.
00:32:51: Ja.
00:32:52: Ja, und dann wieder mein Dieterchen, der es wirklich macht.
00:32:55: Ja, absolut.
00:32:57: Rebecca, heute ist ja Folge eins und zum Schluss des Interviews oder der Podcast-Folge gibt es immer vier Fragen, an alle Hörerinnen und Hörer zu mitnehmen.
00:33:06: Und der erste ist, welchen Mental-Tipp würdest du denn unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben?
00:33:12: Fokus behalten, sich immer wieder dran erinnern, warum man etwas tut und im Zweifelsfall einmal tief durchatmen.
00:33:20: Hm, ja,
00:33:21: wunderschöner Dreiklang.
00:33:23: Fokus.
00:33:23: Warum?
00:33:24: Durchatmen.
00:33:24: Wow.
00:33:25: Ja.
00:33:25: Wenn alles möglich wäre, Rebecca, und du hast gesagt, vier Sterne nicht noch mal, aber nur mal angenommen, es wäre alles möglich und du würdest dir alles erlauben.
00:33:33: Was wäre noch mal so ein Traum von dir, den du dir dann erfüllen würdest?
00:33:37: Ach, mein Carlchen reizt mich schon.
00:33:41: Also, genau.
00:33:41: Jetzt erstmal meinen, ja, meinen neuen Sportpartner, als würde ich sagen, Carlchen, mal gucken, was da möglich ist.
00:33:48: Ich nehme die Dinge an, wie sie so kommen und probier... daraus zu machen, was ich machen kann.
00:33:54: Ein Traum ist natürlich mal mit einem selbstgezogenen Pferd relativ weit zu kommen, weil das halt ein ganz großes Herzensprojekt von mir, meine Fohlen.
00:34:03: Und ich habe, ich würde sagen, drei zauberhafte Fohlen, die auch alle Potenzial haben.
00:34:08: Also ich habe vor allem deinen Krötchen vor Augen, das Füchschen.
00:34:10: Ich bin ja so ein Fuchs-Fan.
00:34:12: Wir sprechen uns noch mal in ein paar Jahre von wegen selbst gezogen.
00:34:15: Das ist eine richtige Fuchs-Dame und die weiß jetzt schon, was sie möchte, aber das macht ... Für mich ein gutes Pferd, auch aus wenn ich ehrlich bin, ich brauche die genauso.
00:34:23: Und ich hatte bei diesem Pferd so viele Glücksmomente, als ich die ich schnut, das erste Mal gesehen habe.
00:34:27: Ich glaube, dass die mein drittes Pferd im Leben sein wird.
00:34:30: Hoffentlich wünsche ich mir.
00:34:32: Und einmal mit einem selbstgezogenen Pferd-Championatreiten im weitesten Sinne, darf ein Bundeswettkampf sein, darf ein Bundeschampionat vielleicht sogar sein, darf whatever.
00:34:43: Das wäre schon mal ein großer Traum.
00:34:44: Ja, sehr cool.
00:34:46: Und Bundeswettkampf, da warst du ja auch schon durchaus zweimal erfolgreich.
00:34:49: Genau,
00:34:49: den durfte ich mit Dieter schon zweimal fürs Rheinland mitgewinnen.
00:34:53: Und Mannschaftswettkampf wieder ist ein total tolles Erlebnis.
00:34:56: Es macht unheimlich Spaß.
00:34:57: Ja.
00:34:59: Rebecca, ergänze folgenden Satz, was ich früher glaubte und heute weiß.
00:35:04: Glaube versetzt Berge.
00:35:07: Ich bleibe dabei.
00:35:07: Es ist so, glaub an die Dinge, träum groß, träum größer, als es dir vorstellen kann.
00:35:14: Dann kannst du es erreichen.
00:35:16: Und auch wenn du glaubst, es geht nicht.
00:35:18: Klopf vor die Fenster.
00:35:20: Klopf ein zweites Mal.
00:35:21: Irgendwann merkst du, da ist ein Spalt und du kannst weiterlaufen.
00:35:26: Schönes Bild.
00:35:27: Die letzte Frage in diesem Vierklang zum Abschluss.
00:35:30: Die ist vielleicht etwas ungewöhnlich.
00:35:31: Aber welche Frage möchtest du mir denn vielleicht noch zum Abschluss stellen?
00:35:36: Ja, liebe Constanze, wo wir jetzt so viel über Verantwortung und Selbstständigkeit und Führung sprechen.
00:35:42: Du warst ja ganz, ganz lange ... in einem angestellten Verhältnis mit einem extrem großen Unternehmen.
00:35:49: Wie kam für dich der Schritt zustande, jetzt in die Selbstständigkeit zu gehen?
00:35:53: Also für mich ein wahnsinniger Schritt.
00:35:54: Ich weiß ja, wie oft mich die Verantwortung gefühlt andrückt oder erdrückt.
00:36:00: Erzähl mal, wie du dazu kommst, wirklich einmal auf Null zu stellen und nochmal neu anzugreifen.
00:36:08: Ja, es ist eine spannende Frage, vielen Dank dafür.
00:36:11: Also das Thema Mental Coaching insbesondere für Reite hat mich seit ich etwa elf bin schon verfolgt, weil ich das Buch Winning Feeling damals von Jane Savoie in die Hand bekommen habe.
00:36:20: Und Winning Feeling war seitdem mein Lebensmotto und mich haben diese Themen immer sehr interessiert.
00:36:25: Und ich war ja dann viele Jahre Personalleiterin und da sind ja auch artverwandte Themen, Menschenführung, Persönlichkeitsentwicklung, all diese Dinge.
00:36:33: Und ich habe vor einigen Jahren parallel angefangen, wirklich mein Business im Mental Coaching und Business Coaching aufzubauen und habe einfach gemerkt, Bauchgefühl, Herzgefühl, da schlägt das Herz noch einen Ticken schneller, schöner, besser, leidenschaftlicher als im Personalleiterjob, den ich auch immer sehr gerne gemacht habe.
00:36:51: Und dann war es für mich
00:36:52: kein
00:36:52: weg von, sondern es war ein Hinzu, noch mehr von den Dingen machen, die mein Herz richtig schlagen lassen.
00:36:58: Und das hört sich jetzt so... Vielleicht etwas sehr emotional an, aber so war es.
00:37:01: Ich habe auf mein Herz gehört und ich habe mir persönlich über viele Monate immer wieder die Frage gestellt, würde ich es bereuen, wenn ich es nicht mache?
00:37:09: Und ich habe diese Frage unisono immer mit, ja, ich würde es bereuen beantworten, dann war es irgendwann klar.
00:37:15: Und am Ende, ja, bin ich jetzt seit einigen Monaten in der Selbstständigkeit unterwegs und ich genieße es sehr.
00:37:20: Sonst hätte ich wahrscheinlich nicht die Zeit jetzt auch diesen Podcast zu launchen, was für mich auch ein totales Herzensthema ist.
00:37:25: Und ich bin dankbar für die Zeit, die ich jetzt dafür habe, mich noch mehr den Dingen zu widmen.
00:37:30: Wir haben mega interessant, also Respekt.
00:37:32: Und ich wünsche dir ganz viel Erfolg weiterhin.
00:37:35: Und ja, ich freue mich, wenn wir weiter miteinander arbeiten.
00:37:37: Ja, vielen Dank, Rebecca.
00:37:38: Auch für deine Zeit heute und die spannenden Einblicke in dein Leben, in all die Höhentiefen, Erfolge und was alles du gerade berichtet hast.
00:37:46: Vielen lieben Dank, Rebecca.
00:37:48: Ich danke dir.
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